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Vigil und Abschlussmesse auf dem Madrider Flughafengelände „Cuatro Vientos“

 

Sehr frühzeitig machten sich die Soldatinnen und Soldaten, die zuvor noch Gelegenheit hatten ein wenig zu verschnaufen, auf den Weg zur abendlichen Vigil und zum Abschlussgottesdienst am Sonntag. Sie trugen Feldanzüge und waren ausgestattet mit wichtigen Utensilien, die eine Gebetswache über die Nacht erleichtern können. Erfahrene Weltjugendtagspilger, die bereits 2008 in Sydney bei der Vigilfeier mit dem Papst im Freien dabei waren, gaben wertvolle Tipps und Ratschläge für den Fußmarsch auf das etwas außerhalb von Madrid gelegene Flughafengelände, welches über 1,5 Millionen Pilger aus aller Welt fassen musste. 

Residenz des Bürgermeisters
Residenz des Bürgermeisters - Quelle: Kompass / Josef König
Auf dem Weg
Auf dem Weg - Quelle: Kompass / Josef König
Wasservorräte
Wasservorräte - Quelle: Kompass / Josef König

Das zugewiesene Planquadrat D5 entpuppte sich schon bei Ankunft der bereits nassgeschwitzten Soldatengruppe samt ihrer Begleiter als „hoffnungslos überfüllt“. Leichte Enttäuschung über die mangelhafte Organisation und das Fehlen von kaltem, erfrischendem Wasser, machte sich breit. Das Gedränge und der weitere massenhafte Ansturm Jugendlicher und junger Erwachsener kamen hinzu. Einen Platz für die Soldatengruppe zu finden, die sich vorgenommen hatte zusammenzubleiben, um gemeinsam die Gebetswache mit dem Heiligen Vater zu feiern, erwiesen sich letztendlich als unrealistisch. Zunehmend mehr verloren sich die Soldaten samt ihrer Begleiter aus den Augen. Übrig blieben schlussendlich Kleingruppen, die sich aus zwei oder drei Soldaten zusammensetzten und irgendwo über das riesige, schattenlose und staubige Flughafengelände verteilten.  

Die Gebetswache selbst, die der Heilige Vater, Papst Benedikt XVI., während eines heranziehenden Unwetters eröffnete und betete, musste wegen Gewitter und Regenschauern für etwa 20 Minuten unterbrochen werden. Viele Jugendliche und junge Erwachsene, die sich bereits seit Mittag bei gut 38 Grad Hitze auf dem Flughafengelände aufgehalten hatten, entschlossen sich dann doch, auf irgendeine geeignete Art und Weise die Madrider Innenstadt oder ihre Unterkünfte – weit verstreut im Großraum Madrid – zu erreichen.

Die Heilige Messe, die pünktlich um 12 Uhr mit dem Angelus-Gebet am Sonntag endete, war Höhepunkt und Abschluss des XXVI. Weltjugendtages. Der Heilige Vater lud die Jugend der Welt für das Jahr 2013 nach Rio de Janeiro (Brasilien) ein.

Die deutsche soldatische Pilgergruppe nutzte die verbleibende Zeit, um sich in ruhiger und entspannter Atmosphäre auf ihre Rückreise nach Deutschland einzustimmen. Eine Einladung zum Abendessen bot Gelegenheit, sich noch in der spanischen Hauptstadt über Erfahrungen, Eindrücke auszutauschen und bereits den Blick auf den Weltjugendtag 2013 in Brasilien zu richten. 

Josef König

Quelle: Kompass / Josef König