Sie sind hier: Seelsorge / Weltjugendtage / Weltjugendtag Madrid 2011 / Empfang des Heiligen Vater

Empfang des Heiligen Vaters in Madrid

Nach den Feierlichkeiten der spanischen Militärseelsorge machte sich die soldatische Pilgergruppe, die zwischenzeitlich ihre Uniformen zugunsten der gelben Weltjugendtags-T-Shirts und leichter, sommerlicher Kleidung getauscht hatte, auf den Weg zum Empfang des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI. Dieser war zuvor durch das spanische Königspaar, König Juan Carlos und Königin Sofia, am Flughafen Barajas begrüßt worden.

Quelle: Josef König
Quelle: Josef König
Quelle: Josef König

Der Fußweg durch die spanische Innenstadt zum zentralen Cibeles-Platz, an dem bereits zwei Tage vorher die Eröffnungsmesse stattgefunden hatte, war für die deutschen Soldatinnen und Soldaten kein einfacher. Nahezu alle großen Straßen Madrids, die zum Cibeles-Platz führen, waren hoffnungslos überfüllt mit Weltjugendtagspilgern, die trotz eines frühzeitigen Aufbruchs keine Chance mehr hatten, in die Nähe des Heiligen Vaters zu gelangen. Die wenigen großflächigen Übertragungsleinwände boten kaum eine Chance, wenigstens aus der Ferne die Begrüßungsansprache des katholischen Kirchenoberhauptes wenigstens in Ton und Bild verfolgen zu können.

Wer sich ohne genügend gekühlte Getränkeflaschen auf den Weg gemacht hatte, der hatte Mühe und Not, Wasser zur eigenen Stärkung zu trinken. Weil der Veranstalter es versäumt hatte, Wasserstationen für die auf 35 Grad erhitzte Stadt einzurichten, machten „fliegende Wasserhändler“ an diesem Abend wohl „das Geschäft ihres Lebens“. Die deutschen Soldatinnen und Soldaten wussten jedoch darum und hatten frühzeitig Vorsorge getroffen.  

Trotzdem: irgendwann verlor man sich aus den Augen und verschwand in der jubelnden und fröhlichen Menge der internationalen Pilgergemeinde, die die Straßen der spanischen Hauptstadt füllten. Und wie der Zufall es mit sich brachte: Spät abends und abgekämpft wegen längerer Fußmärsche durch die Stadt, fanden sich gut zwei Drittel der deutschen soldatischen Pilgergruppe auf einem kleinen Platz ein, um sich bei kühlen Getränken darüber auszutauschen, was ihnen seit Montag in Madrid aufgefallen ist und in Erinnerung bleiben wird.

 Josef König