Familienfreizeit zur Österlichen Bußzeit im Heinrich-Lübke-Haus am Möhnesee
Kreuzweg mit Soldatenfamilien des Militärpfarramtes Wesel
Günne, 13.03.2011. „Dies Cinerum“ (Aschermittwoch) war gerade zwei Tage vorbei, als sich die Familien des Pfarramtes Wesel zum Innehalten / Nachdenken / Einfühlen im Heinrich-Lübke-Haus in Möhnesee-Günne trafen. Viele folgten dem Ruf von Militärpfarrer Heinrich Kramer, die Fastenzeit mit dem Begehen und Beten des Kreuzweges zu beginnen.
Kreuzweg
So konnte die Thematik des Leiden und Sterbens Jesu am Samstagvormittag erläutert werden, um danach die 14 Leidensstationen des Herrn in von den beteiligten Familien gestalteten Stationen zu beten. In Ermangelung eines fest angelegten Kreuzweges in der Nähe, pilgerten die Familien zur ehemaligen Zisterzienserinnen-Klosteranlage Himmelpforten („Porta Coeli“) am Ufer der Möhne. Leider war dieses im Jahre 1246 von der Ehefrau eines Arnsberger Grafen gestiftete Kloster durch den verheerenden Bombenangriff auf die Möhne-Talsperre in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1944 vollständig zerstört worden.
Die einzelnen Kreuzwegstationen wurden durch die Pilger mit Bildtafeln abgebildet. Jede Familie hatte eine kurze Andacht vorbereitet, so dass die kleine Gemeinde im Gebet und in stiller Meditation innere Einkehr hielt. Eine weitere Andacht im Altarraum der ehemaligen Klosteranlage beendete dieses für alle Beteiligten ausgesprochen besinnliche Erlebnis.
Erholung
Natürlich kam an diesem Wochenende auch der Anteil „Freizeit“ nicht zu kurz. So waren die Abendstunden von kurzweiligen Gesprächen in der Hude-Klause und von sportlichen Aktivitäten in den Freizeiteinrichtungen des Heinrich-Lübke-Hauses geprägt, das allen Familien wie immer ein guter Gastgeber war. Dazu gehört natürlich auch das tägliche Morgen- und Abendlob, das vom Hausgeistlichen, Pater Willi Heck CSsR, besonders zur Freude der Kinder „zelebriert“ wurde. Durch die kundigen Hände von Heike Kaltenborn und Annika Schmitz und die schönen Betreuungseinrichtungen des Heinrich-Lübke-Hauses waren die Kleinen und Kleinsten immer gut versorgt. Der teilweise etwas mühsamere Kreuzweg konnte ja im Kinder- oder Bollerwagen bewältigt werden.
Heilige Messe
Die Veranstaltung fand dann am Sonntag ihren würdevollen Höhepunkt und Abschluss mit der Feier der heiligen Eucharistie in der Hauskapelle.
Lutz Hullermann





