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Woche der Begegnung

Die "Woche der Begegnung" als zentrales Treffen des organisierten Laienapostolates

Die Woche der Begegnung ist das zentrale Treffen der ehrenamtlichen Delegierten aus den Gremien des organisierten Laienapostolates im Jurisdiktionsbereich des Katholischen Militärbischofs.

Das sind der Katholikenrat (KR) und die Bundeskonferenz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS), einem katholischen Verband. Die Delegierten befassen sich mit allgemein-kirchlichen, gesellschaftlichen und berufsethischen Fragestellungen. Darüber hinaus beraten sie den Herrn Militärbischof und das Katholische Militärbischofsamt über alle die Seelsorge an den katholischen Soldaten und ihren Familien betreffenden Angelegenheiten.

Weitere Informationen zur 52. Woche der Begegnung "Kirche unter Soldaten - Verantwortung durch Gottvertrauen" in Berlin - Steglitz, 9.–14.09.2012.

 

Im Gespräch mit Stabsfeldwebel Ralf Eisenhardt

Portät von Stabsfeldwebel Ralf Eisenhardt

Im Gespräch mit dem scheidenden Katholikenrats-Vorsitzenden, Stabsfeldwebel Ralf Eisenhardt

Kompass Xpress: Die Jubiläumswoche steht unter dem Motto „Den Wandel mitgestalten – Glauben weitertragen“. Was ist die Absicht der Initiatoren, welcher Wandel ist gemeint?

Stabsfeldwebel Eisenhardt: Seit 50 Jahren engagieren sich nun katholische Soldatinnen und Soldaten und ihre Familien in der Katholischen Militärseelsorge ehrenamtlich, insbesondere auch in organisierter Form. In 50 Jahren hat sich vieles sowohl in der Bundeswehr wie in unserer Kirche verändert. Ich bin überzeugt, dass dieser Wandel auch durch das Engagement der Soldatinnen und Soldaten hervorgerufen wurde und dass sich auch in der Zukunft die Kirche unter Mitwirkung der Laien weiter wandeln muss und wird.

Kompass Xpress: Am 15. September wird es eine zweiteilige Festveranstaltung mit einem Festakt im Kardinal-Schulte-Haus in Bensberg und einem feierlichen Gottesdienst in Köln geben. Welche Erwartungen verbinden Sie damit?

Stabsfeldwebel Eisenhardt: Ich erwarte viele gute Begegnungen mit Persönlichkeiten, die sich durch ihr Engagement in der Kirche unter Soldaten in der Vergangenheit immer noch mit der Militärseelsorge verbunden wissen. Außerdem erwarte ich spannende Geschichten aus dieser Zeit und auch eine Reflektion auf unsere derzeitige Arbeit. Besonders interessant dürften dann zwei Vorträge sein: P. Eberhard von Gemmingen SJ spricht zum Laien-Engagement im internationalen Vergleich und Militärgeneralvikar Walter Wakenhut wird einen Ausblick auf die Zukunft der Militärseelsorge geben und seine Sicht des Laien-Engagements darlegen.

Kompass Xpress: Ein wichtiger und aktueller Tagesordnungspunkt wird der Aufruf Ihres Vorstands vom 19. Juni an die Bundeswehr-Strukturkommission sein. Gibt es schon erste Reaktionen darauf und was erhoffen Sie sich davon?

Stabsfeldwebel Eisenhardt: Unser Aufruf enthielt 10 Punkte. Von den Medien ist insbesondere unsere Aussage zur allgemeinen Wehrpflicht aufgenommen worden. Das ist sicher der Aktualität des Themas geschuldet, hat damit aber der Publikation unseres Aufrufes gut getan. Einige kirchliche Zeitungen haben darüber berichtet, die Medien der Militärseelsorge ebenfalls und ein Radiointerview ist veröffentlicht worden. In einem Antwortschreiben an mich hat Staatssekretär Dr. Walther Otremba für das konstruktive Engagement des Katholikenrates gedankt und den Aufruf als einen wertvollen Impuls für die Beratungen in der Strukturkommission bezeichnet. Auch der Generalinspekteur hat geantwortet.
Der Vorstand hofft, dass sich die Strukturkommission in Ihren Vorschlägen zur Umstrukturierung der Bundeswehr von unseren Argumenten angesprochen fühlt und die gesetzten Schwerpunkte unter den aufgezeigten Vorschlägen berücksichtigt. Ich möchte hier keine Forderung einzeln herausgreifen, weil wir ein sehr breites Spektrum angesprochen haben, welches die Soldatinnen und Soldaten und deren Familienangehörige betrifft.
Nachzulesen ist der Aufruf auf unserer Homepage: www.Militaer-Katholikenrat.de 

Kompass Xpress: Welche besonderen Schwerpunkte aus der Arbeit Ihrer Sachausschüsse möchten Sie benennen? Ich denke da z. B. an das neue Handbuch für die Pfarrgemeinderäte …

Stabsfeldwebel Eisenhardt: Die gesamte Arbeit des Katholikenrates erfährt ihre inhaltliche Tiefe aus der Arbeit der Sachausschüsse. In diesem Jahr wurde mit der Erstellung des Handbuches für den Pfarrgemeinderat in Federführung des Sachausschusses „Gemeindearbeit“, mit dem Aufruf zur Strukturreform der Bundeswehr – erarbeitet im Sachausschuss „Gesellschaftliche Entwicklung, Friede, Umwelt“ – und mit der Weiterführung unserer sozial-karitativen Aktion Nachbarschaftshilfe durch den Sachausschuss „Soziales Engagement“ viel geleistet. Der Sachausschuss „Ehe-Familie-Partnerschaft“ befasste sich mit den Auswirkungen posttraumatischer Belastungsstörungen und bietet mit der Internetplattform „Krisenkompass“ weiterhin ein gutes Informationsangebot. Der Sachausschuss „Information“ hat die Internetpräsenz des Katholikenrates weiter ausgebaut und auf ein professionelles Niveau gehoben. Schließlich leistet unser Sachausschuss „Dienstalltag und Christsein“ einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf den Beratungsauftrag des Katholikenrates, so durch die Begleitung der Umsetzung der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) 10/4 zum Lebenskundlichen Unterricht und das Aufgreifen von Themen wie z. B. Familienferien.
Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Sachausschüssen gilt mein herzlicher Dank für das große Engagement.

Kompass Xpress: Diese Katholikenrats-Vollversammlung wird die letzte sein, die Sie als Vorsitzender leiten. Ohne Ihrem Bericht und Schlusswort vorzugreifen – verraten Sie uns schon einige Rückblicke auf Ihre Arbeit im „Katholikenrat beim Katholischen Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr“ und im „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK)?

Stabsfeldwebel Eisenhardt: Ich meine, der Katholikenrat hat sich positiv entwickelt. Er hat an inhaltlicher Arbeit viel leisten können und damit deutlich Profil gewonnen. Es erfüllt mich mit Freude, dass damit ein neues Selbstverständnis der Rätearbeit mit einem Zuwachs an Selbstbewusstsein in der profilierten Aussagekraft im Katholikenrat einhergegangen ist.
Für das in mich gesetzte Vertrauen bin ich sehr dankbar. Ich fühle mich persönlich sehr reich beschenkt, insbesondere durch die Erfahrungen und den Erkenntnisgewinn, den ich als Vorsitzender und als Mitglied im ZdK machen durfte.
Lassen Sie mich an dieser Stelle anfügen, dass ich für die Unterstützung in dieser Aufgabe den Delegierten der Vollversammlung, meinem Vorstand, dem Militärbischof, dem Militärgeneralvikar, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kurie und auch meinen militärischen Vorgesetzten sehr, sehr dankbar bin. Und danken will ich auch der Redaktion von „Kompass. Soldat in Welt und Kirche“ unter der Leitung von Josef König für die wohlwollende Begleitung und gute Berichterstattung der Arbeit des Katholikenrates.

Das Interview führte Jörg Volpers.

Zeittafel

Zeittafel_WochederBegegnung.pdf

Das Erste Jahrestreffen stand unter dem Leitthema: „Das Ansehen der Bundeswehr und des Offiziers“. Dies war im Jahr 1960 und folgte der Einladung zur Woche der Besinnung. Seither finden jährlich (außer 1968) Treffen mit wechselten Veranstaltungsorten im Bundesgebiet statt.

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