Sie sind hier: Kompass@ / Aus der Militärseelsorge / Einkehrtag in Caen / Normandie

Einkehrtag in Caen / Normandie

Caen, 23.06.2010. „Spieße“, Lehrgruppenfeldwebel, Kasernenfeldwebel und Teile des S1-Bereichs aus Aachen führten den jährlichen Einkehrtag unter Leitung des Katholischen Militärpfarramts Aachen Ende Juni in Frankreich durch. In diesem Jahr wurde die Landung der Alliierten in der Normandie als Thema zu Grunde gelegt.

Skulptur des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd unter dem Titel "NON VIOLENCE! – Der Knoten im Revolver" vor dem Memorial in Caen
Skulptur des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd unter dem Titel "NON VIOLENCE! – Der Knoten im Revolver" Quelle: Bundeswehr / Lothar Scholl

Gedenkort „Memorial“

Wir begannen die beiden Tage im Memorial (Museum) Caen und bekamen hier eine interessante Führung, die uns sehr gut auf die damalige Situation einstimmte. Der Tag wurde mit einem gemeinschaftlichen Abendessen beendet.
Am nächsten Tag fuhren wir dann auf den deutschen Soldatenfriedhof in La Cambe. Hier wurde in stiller Andacht ein Gesteck für die Verstorbenen niedergelegt und im anschließenden Gebet der Toten gedacht. Auch der Weg über den Friedhof mit all den Gefallenen hat uns sehr berührt. Gleichzeitig wurde uns auch bewusst, was hier zum Ende des Zweiten Weltkrieges geschehen sein muss. Und das am Tag zuvor im Museum Gesehene wurde uns viel klarer vor Augen geführt.

Andacht und gemeinsames Gebet auf dem Amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-mer Quelle: Bundeswehr / Lothar Scholl

Erneute Andacht

Weiter ging es auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-mer. Auch hier legten wir ein Gesteck nieder und beteten gemeinsam – durch unsere Andacht hielten die zahlreichen Besucher inne. Dies hatte eine besondere Außenwirkung, so dass wir unmittelbar danach von zwei Angestellten des Friedhofes angesprochen wurden. Sie bedankten sich für die Niederlegung des Blumengesteckes und für das gemeinsame Gebet. Die Eindrücke hier waren teils noch stärker als auf dem deutschen Soldatenfriedhof, da hier alle Kreuze in weiß gehalten sind und auch die Anordnung und die Menge uns wissen ließ, was damals geschehen ist.
Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die uns auf beeindruckende Weise die damaligen Tage nahe gebracht hat.

Text: Andreas Knüpling