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Internationaler Soldatengottesdienst zum Weltfriedenstag 2018 in Köln

LMD Msgr. Rainer Schnettker moderiert den Empfang. (© KS / Jörg Volpers)
LMD Msgr. Rainer Schnettker moderiert den Empfang. (© KS / Jörg Volpers)
Staatssekretär Markus Grübel MdB überbringt die Grüße der Verteidigungsministerin. (© KS / Jörg Volpers)
Staatssekretär Markus Grübel MdB überbringt die Grüße der Verteidigungsministerin. (© KS / Jörg Volpers)

Nach dem Gottesdienst im Kölner Dom lud der Leitende Militärdekan Monsignore Rainer Schnettker zu einem Empfang im nahegelegenen Maternushaus ein. Nach kurzen einladenden Worten von Monsignore Schnettker, übernahm der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel das Wort.

Er überbrachte zunächst die herzlichsten Grüße der Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen. Staatssekretär Grübel MdB betonte, dass es viele Gründe habe, warum Menschen fliehen. Die Bekämpfung der Fluchtursachen müsse daher auch auf mehreren Ebenen erfolgen. Zuletzt bedankte er sich bei allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern und deren Pfarrhelferinnen und Pfarrhelfern für den Dienst in den Militärpfarrämtern. Sein Dank galt aber auch Kardinal Woelki und den anderen Ortsbischöfen, welcher die Militärseelsorge durch Freistellung von Seelsorgerinnen und Seelsorgern ermöglichen.

Generalvikar Msgr. Reinhold Bartmann vertritt den Katholischen Militärbischof, Dr. Franz-Josef Overbeck. (© KS / Jörg Volpers)
Generalvikar Msgr. Reinhold Bartmann vertritt den Katholischen Militärbischof, Dr. Franz-Josef Overbeck. (© KS / Jörg Volpers)
Bundespolizisten und Vertreter der Streitkräfte verschiedener Länder nahmen am Friedensgottesdienst und Empfang teil. (© KS / Jörg Volpers)
Bundespolizisten und Vertreter der Streitkräfte verschiedener Länder nahmen am Friedensgottesdienst und Empfang teil. (© KS / Jörg Volpers)

Militärgeneralvikar Msgr. Reinhold Bartmann freute sich, dass so viele die Zeit und innere Einstellung gefunden hatten, um am Weltfriedensgottesdienst teilzunehmen. Er fragte kritisch an, ob der Friede in der Welt überhaupt ein Zuhause habe, oder ob er doch eine Utopie sei. Obwohl ein jeder sich Frieden wünsche, sähe die Realität doch anders aus. Papst Franziskus und die Katholische Militärseelsorge seien realistisch und nicht weltfremd. Deshalb warne uns Franziskus in seinem Leitwort, „nicht dem Zynismus und der Globalisierung der Gleichgültigkeit zum Opfer zu fallen“ (WFTB 2018).

Militärgeneralvikar Bartmann betonte, dass jeden Tag um der Welt, der Schöpfung und der Geschöpfe willen um den Frieden gerungen werde müsse. Mitunter gelte es auch, mit gewaltförmigen Mitteln Voraussetzungen für Frieden zu schaffen. Der Dienst des Soldaten in der Bundeswehr sei immer ein Friedensdienst.

Der GKS-Bundesvorsitzende, Oberst Rüdiger Attermeyer, als Vertreter der organisierten katholischen Laien (© KS / Jörg Volpers)
Der GKS-Bundesvorsitzende, Oberst Rüdiger Attermeyer, als Vertreter der organisierten katholischen Laien (© KS / Jörg Volpers)

Zuletzt richtete Oberst Rüdiger Attermeyer für die Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) einige Worte an die Anwesenden. Die GKS bemängele schon seit geraumer Zeit das völlige Ausbleiben einer gesellschaftlichen Debatte um eine Sicherheitspolitik, die alle und nicht ausschließlich militärische Mittel koordiniert einsetze. Zudem erwarte er von den Deutschen Bischöfen auch weiterhin Stellungnahmen zum aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehen.

Friederike Frücht