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Praktikum bei der Katholischen Militärseelsorge – Ein Interview

Praktikantin Nicole Gburczyk trägt Fürbitten im Gelöbnisgottesdienst vor. Rechts der Katholische Militärpfarrer Michael Waldschmitt. © Wilfried Dix
Praktikantin Nicole Gburczyk trägt Fürbitten im Gelöbnisgottesdienst vor. Rechts der Katholische Militärpfarrer Michael Waldschmitt. © Wilfried Dix

              

03.05.2017. Was macht eigentlich ein Katholischer Militärseelsorger? Und wie läuft so ein Standortgottesdienst ab? Diesen Fragen ist Nicole Gburczyk bei ihrem Praktikum auf den Grund gegangen. Die 20-jährige hat vor ihrem Studium acht Wochen lang im Katholischen Militärpfarramt Husum mitgearbeitet und viele Eindrücke gesammelt. Ein Interview.

Was waren Ihre Aufgaben im Katholischen Militärpfarramt Husum?

Nicole Gburczyk: Überwiegend habe ich bei der Organisation und Planung von Veranstaltungen geholfen, wie zum Beispiel bei den Familienwochenenden. Dort habe ich den Flyer mitgestaltet, Betreuungsmittel, wie Spiele, bestellt und andere Materialien, die für die Kinderbetreuung gedacht waren, besorgt.
Außerdem half ich in der Vorbereitung und Durchführung von Gottesdiensten, zum Beispiel bei der Vorbereitung der Lieder. In der Messe selbst war ich öfter Messdienerin, so auch beim Weltfriedenstag in Kiel, und habe Lesungen oder Fürbitten vorgetragen. Dann habe ich bei der Gestaltung von Plakaten für die Infoveranstaltungen für Lourdes oder für Gottesdienste mitgeholfen und sogar bei dem Entwurf von Urkunden.

War die Arbeit in der Militärseelsorge für Sie interessant?

Nicole Gburczyk: Ich bin ohne Erwartungen und Vorstellungen in das Praktikum gestartet und habe gemerkt, dass die Arbeit sehr vielfältig ist. Besonders interessant waren die Berichte von Militärpfarrer Michael Waldschmitt über Auslandseinsätze und Wallfahren.
Mir fiel auf, dass die Katholische Militärseelsorge nicht nur für katholische Soldaten da ist, sondern für alle, unabhängig von ihrer Konfession. Dies zeigt sich darin, dass Familienwochenenden, Gottesdienste und Wallfahren für alle geplant werden. Zudem ist die Militärseelsorge eine spezielle Form der Seelsorge. Der Glaube ist für viele Soldaten eine Stütze.

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Nicole Gburczyk: Wenn Soldaten mit einem Anliegen gekommen sind, egal ob sie mit dem Militärpfarrer sprechen, sich über die Militärseelsorge oder kirchliche Angelegenheiten informieren wollten, oder berichteten, wie es ihnen geht. Wenn die Soldaten damit einverstanden waren, durfte ich bei allgemeinen Gesprächen anwesend sein.
Ebenso viel Spaß machten mir die Veranstaltungen. Ich durfte bei der Vorstandswahl der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) dabei sein, sowie beim Weltfriedenstag, beim Gelöbnis und bei den Standortgottesdiensten. Außerdem durfte ich Militärpfarrer Waldschmitt bei Besuchen in die anderen Kasernen begleiten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass ich auch selber mithelfen konnte. Neben den Kleinigkeiten, wie Post holen, durfte ich oft Verantwortung übernehmen.

Was machte nicht so viel Spaß?


Nicole Gburczyk: Das hatte nur indirekt mit der Militärseelsorge zu tun. Man steckt viel Energie und Arbeit in die Planung und Vorbereitung der Veranstaltungen, indem man zum Beispiel Unterkünfte sucht. Aber manchmal könnte es mehr Anmeldungen geben. Das war sehr schade.

 

Link zum Katholischen Militärpfarramt Husum