59. Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes 2017




Wallfahrtsplakat 2017

Auf Einladung des französischen Militärbischofs haben vom 17. bis 23. Mai 2017 über 10.000 Soldatinnen und Soldaten aus über 40 Nationen an der 59. Internationalen Soldatenwallfahrt in Lourdes teilgenommen.

Die Wallfahrt stand unter dem Thema:

Dona nobis pacem
Gib uns deinen Frieden

 

 





© Christina Lux
© Christina Lux

Beginn an der Grotte Massabielle

Lourdes, 19.05.2017. Hunderte Soldaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die 59. Internationale Soldatenwallfahrt in Lourdes mit einem Gottesdienst an der Grotte Massabielle begonnen. Die Eucharistiefeier unter Leitung des Österreichischen Militärbischofs Dr. Werner Freistetter wurde mitgestaltet vom Heeresmusikkorps Kassel und den Fahnenabordnungen der Armeen.



© Christina Lux
© Christina Lux

Gottesdienst, Kirchenkaffee und Talk mit dem Militärbischof

Während des Gottesdienstes im deutschen Zeltlager spendete der Militärbischof einem Bundeswehr-Soldaten das Sakrament der Firmung. In seiner Predigt wandte er sich gegen die Pauschalverurteilung von Soldaten beim derzeitigen Skandal um Rechtsextremismus in der Truppe. Beim Kirchenkaffee war Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen.

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© KS / Jörg Volpers
© KS / Jörg Volpers

Lourdes entdecken - Module

Wer war eigentlich Bernadette Soubirous und warum kommen jedes Jahr Millionen Pilger in diese Stadt in den Pyrenäen? Den Wallfahrtsort zu entdecken war heute das Ziel hunderter Deutscher Soldaten.

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Die Grotte Massabielle ist der Ort der Marienerscheinungen im Jahr 1858. © Christina Lux
Die Grotte Massabielle ist der Ort der Marienerscheinungen im Jahr 1858. © Christina Lux

Militärdekan Oliver Hartl aus Niederösterreich sagte in seiner Predigt, dass Christen nicht zu blindem Gehorsam verpflichtet seien. Im Gegenteil sei jeder „frei zu denken und zu handeln nach unserem Gewissen“. Als Soldaten sollen sich die Gottesdienstteilnehmer für den Frieden in der Gesellschaft in Dienst nehmen lassen. Das Ziel müsse sein, „scheinbare Gegensätze zu einem Miteinander werden zu lassen“, so Militärdekan Hartl.

Bis Sonntag versammeln sich etwa 12.000 Soldatinnen und Soldaten aus aller Welt zur 59. Internationalen Soldatenwallfahrt in dem französischen Marienwallfahrtsort Lourdes. (bd)



Lourdesblogger Sven und Johanna. © privat
Lourdesblogger Sven und Johanna. © privat

Weblog Lourdes 2017 - Ein persönliches Online-Tagebuch

Hauptfeldwebel Sven vom 5. Feldjägerregiment 3 aus der Balthasar-Neumann-Kaserne in Veitshöchheim und seine Frau Johanna bloggen live von der 59. Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes.

Zum Weblog Lourdes 2017





Die Internationale Soldatenwallfahrt nach Lourdes

Gottesdienst an der Grotte © Christina Lux
Gottesdienst an der Grotte © Christina Lux

1944 pilgerten französische Soldaten zum ersten Mal in den Wallfahrtsort am Fuß der Pyrenäen. Daraus entstand eine regionale, später eine nationale Soldatenwallfahrt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen auch Soldaten aus anderen europäischen Ländern. 1953, acht Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, trafen sich hier 15 000 ehemalige Frontkämpfer, um gemeinsam für den Frieden zu beten.

Einigen französischen Militärgeistlichen kam der Gedanke, die bereits bestehende nationale Soldatenwallfahrt auf internationale Ebene auszuweiten. Lourdes sollte zum Ort der Begegnung und der Versöhnung werden. 1958 jährte sich die Erscheinung Mariens in Lourdes zum 100. Mal. Dies schien ein günstiger Anlass, die Idee in die Tat umzusetzen, und so pilgerten Soldaten aus 10 Nationen zur ersten Internationalen Soldatenwallfahrt nach Lourdes.

Für die Soldaten war dies ein besonderes Erlebnis der Versöhnung, denn die Europäer unter ihnen hatten, auf jeden Fall als Kinder, den Zweiten Weltkrieg erlebt. Ein vereintes Europa lag noch in ferner Zukunft. Da diese erste Internationale Soldatenwallfahrt ein so großer Erfolg war, wurde von nun an jedes Jahr dazu eingeladen.

(aus dem Lourdes-Pilgerbuch)