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Artikel: Katholische Militärseelsorger unter dem Hakenkreuz

In der deutschen Wehrmacht waren rund 700 katholische Feldgeistliche eingesetzt. Sie waren vor dem Hintergrund des Konfliktes zwischen der katholischen Kirche und dem NS-Regime für die religiöse Betreuung der Soldaten verantwortlich. Die Verpflichtung, Deutschland in Form des Kriegseinsatzes zu dienen, haben sie zu keinem Zeitpunkt infrage gestellt.

Der Artikel "Katholische Militärseelsorger unter dem Hakenkreuz. Im Zwiespalt von pastoralem Dienst und Kriegsmaschinerie." erschien im Katholischen Sonntagsblatt Nr. 46 / 2015.

Der Autor, Dr. Martin Röw, hat Geschichte und Politik studiert und über die katholische Militärseelsorge im Zweiten Weltkrieg promoviert. Er ist Autor des Buches: Militärseelsorge unter dem Hakenkreuz. Die katholische Feldpastoral 1939–1945. Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 2014.

Wir veröffentlichen den Artikel auf dieser Seite mit freundlicher Genehmigung von Verlag und Autor.

 

 

Katholische Militärseelsorger unter dem Hakenkreuz. Im Zwiespalt von pastoralem Dienst und Kriegsmaschinerie.

201511_Kath_Militaerseelsorger_unter_dem_Hakenkreuz_KathSonntagsblatt.pdf

Der Dienst der Feldgeistlichen stand unter keinem guten Stern: Ziel der Nationalsozialisten war es, die Geistlichen zu stigmatisieren. Sie waren für das Regime lediglich ein notwendiges Übel, um die Truppenmoral zu heben. Die deutschen Bischöfe verlangten gleichzeitig, dass die Wehrmachtsseelsorge sich nicht vor den NS-Karren spannen ließ. Die Pfarrer blieben so bis zum Ende »Diener zweier Herren«.