Sie sind hier: Militärbischof / Reden und Interviews / 2014

Reden und Interviews

Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen aktuelle Interviews, Kommentare, Reden und
Grußworte des Katholischen Militärbischofs für die Deutsche Bundeswehr bereit.


16. September 2014, Cloppenburg

Foto: KMBA / Barbara Dreiling
Foto: KMBA / Barbara Dreiling

Predigt anlässlich der Woche der Begegnung 2014 in Cloppenburg

"In einer so globalisierten Welt wie der unseren, sehen wir uns in einem solchen dramatischen Fall vor Entscheidungen gestellt, die zu fällen sind und denen wir nicht entkommen können. Zugleich haben wir nicht alle Folgen einer solchen Entscheidung in der Hand. Möglicherweise können die Gewaltmittel auch gegen uns und andere selbst wieder eingesetzt werden, wenn sie unter gewissen Bedingungen in falsche Hände fallen. Trotzdem sind und bleiben wir zur Solidarität mit Völkern und Menschen in Not verpflichtet." (Auszug)

Predigt (PDF)


21. August 2014, Berlin / Essen

(Quelle: KMS / Doreen Bierdel)
(Quelle: KMS / Doreen Bierdel)

„Wir müssen uns diesem Dilemma stellen“

Statement von Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck zu Waffenlieferungen in den Nordirak

Die Frage, ob es richtig ist, den Kurden im Nordirak Waffen zu liefern, muss nach meiner Überzeugung politisch weiter diskutiert werden.

Moralisch gesehen haben sowohl die Flüchtlinge wie die angegriffenen Kurden in der Region ein Recht auf Selbstverteidigung. Wenn diese – und danach sieht es aus – keine hinreichenden Mittel haben, die angreifenden IS-Milizen wirksam abzuwehren, ist Hilfe gefordert. Nichts zu tun ist keine Option. Wir haben eine Verantwortung für die Opfer ungerechter Gewalt, darunter die Jesiden und die orthodoxen Christen im Irak. Daher besteht die berechtigte Frage: Was ist angesichts der Bedrohung der Flüchtlinge und der Kurden das geringere von zwei nicht vermeidbaren Übeln? Diesem Dilemma müssen wir uns wohl oder übel stellen und gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen nach einer Lösung suchen.

Mit Waffenlieferungen an die Kurden in Nordirak sind die Gräueltaten der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ wahrscheinlich allein nicht zu stoppen. Die Bewaffnung einer Konfliktpartei kann immer auch weitere Zerwürfnisse und neue Spannungen hervorrufen. Gewaltkonflikte sind durch Waffenlieferungen allein nicht lösbar. Insoweit stimme ich Papst Franziskus zu, der ein militärisches Eingreifen im Irak unter bestimmten Umständen für erforderlich hält. Dies muss mit den Verbündeten schnellstens abgestimmt und entschieden werden. Auf jeden Fall ist die Frage einer weitergehenden Unterstützung im Rahmen der UN zu diskutieren, um sie auf der Ebene des internationalen Rechts zu behandeln. Dabei ist die besondere Verantwortung der arabischen Staaten in der Region für eine friedliche Lösung zu unterstreichen.


16. Juni 2014

(Quelle: Bistum Essen / Achim Pohl)
(Quelle: Bistum Essen / Achim Pohl)

„Ich habe mich immer gut geführt gewusst.“

Am Fronleichnamsfest, 19. Juni, vollendet Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck sein 50. Lebensjahr. Eine große offizielle Feier gibt es nicht. Der Ruhrbischof feierte auf dem Essener Burgplatz die Eucharistie und lud nach der Prozession zur Begegnung und zum Gespräch ein.

Wir haben den runden Geburtstag zum Anlass genommen, mit Bischof Overbeck über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu sprechen, über Persönliches genauso wie über die Kirche.

zum Interview


(Quelle: KMS / Doreen Bierdel)
(Quelle: KMS / Doreen Bierdel)

Overbeck verteidigt Auslandseinsätze

Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck hat mit Blick auf militärische Auslandseinsätze vor einer naiven Haltung gewarnt.

Der Dienst für Frieden und Sicherheit weltweit gehöre in einer vernetzten Welt zu den Aufgaben der Bundesrepublik, sagte der Essener Bischof am Samstag auf dem Katholikentag in Regensburg. Dass solche Einsätze Christen in paradoxe und sehr komplexe Situationen bringen könnten, sei eine Herausforderung, der man sich stellen müsse.

Auch bei Waffenexporten warnte Overbeck vor einer naiven Sicht der Dinge. Waffen dürften nicht exportiert werden mit dem Wissen, dass damit unwiederbringlicher Schaden verursacht werde, betonte der Bischof. Andererseits reichten Appelle oft nicht. "Das manchmal die Androhung von Waffengewalt helfen kann, das wissen wir", so der Bischof. Es sei aber wichtig, auch die Langzeitfolgen solcher Exporte und einer militärischen Aufrüstung zu bedenken, betonte Overbeck. Das zeige sich am Beispiel des Konflikts in der Ukraine und auf der Krim. Konflikte sollten nicht nur militärisch, sondern auch kulturell und historisch betrachtet werden. (KNA)



Kirche und Krieg

Kulturgespräch 27.5.2014 Militärbischof Franz-Josef Overbeck über die christliche Verantwortung für Frieden und Freiheit

Einer der Schwerpunkte, des 99. Deutsche Katholikentages in Regensburg, war in diesem Jahr die katholische Militärseelsorge. Der Militärbischof Franz-Josef Overbeck stand in Rahmen eines Gesprächs über "Unsere Verantwortung für Frieden und Freiheit" Rede und Antwort.

weiter lesen


30. Mai 2014, 99. Deutscher Katholikentag in Regensburg

2014_05_30_Katholikentag_TagDerMS_Predigt_KMB.pdf

Predigt im Pontifikalamt anlässlich des „Tages der Militärseelsorge“, 30.5.2014, von Militärbischof Overbeck (PDF-Datei, 154 KB)

150 K

17. Mai 2014, Internationalen Soldatenwallfahrt, Lourdes- Predigt von Militärbischof Overbeck

Predigt_KMB_Lourdes_2014_05.pdf

Predigt im Pontifikalamt mit Taufe und Firmung anlässlich der Internationalen Soldatenwallfahrt, Samstag, 17. Mai 2014, 8.30 Uhr, Lourdes

184 K
8. April 2014, Friedensethische Positionen zu sicherheitspolitischen Fragestellungen

2014_04_08_Vortrag_Rotary_FriedensethischePositionen.pdf

Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck hatte am 8. April 2014 in Essen Gelegenheit, bei den Mitgliedern des Rotary Clubs Essen grundsätzliche und aktuelle, friedensethische und sicherheitspolitische Herausforderungen in den Blick zu nehmen. Der Militärbischof referierte dabei aus Sicht der in der katholischen Kirche dazu formulierten Positionen und ordnete in diesem Kontext die zahlreichen Konflikte in der Welt ein. Sein Blick galt dabei auch der Situation in Afghanistan und dem bis Dezember 2014 gültigen ISAF-Mandat. Hier der Vortrag des Militärbischofs im Wortlaut:

266 K
20. März 2014, Cloppenburg-Stapelfeld Predigt im Pontifikalamt von Militärbischof Overbeck

2014_03_20_Bischofspredigt_Pfarrhelfer.pdf

Predigt im Pontifikalamt anlässlich der Pfarrhelfertagung des Katholischen Militärbischofsamtes – Donnerstag der 2. Woche der Fastenzeit, 20. März 2014, 18:00 Uhr – Kirche Heilig Kreuz der Katholischen Akademie „Kardinal-von-Galen“, Cloppenburg-Stapelfeld

17.3 K

31.01.2014, domradio.de: "Deutschland trägt Verantwortung"

Bischof Overbeck zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr

Eine klare Mehrheit der Deutschen ist gegen ein stärkeres Engagement der Bundeswehr in Krisengebieten. Militärbischof Franz-Josef Overbeck zeigt im domradio-Interview für diese Haltung Verständnis.

zum Beitrag

13.01.2014, Katholische Nachrichten-Agentur. Militärbischof begrüßt von der Leyens Vorstoß für Familien

Quelle: KMBA / Manfred Knöpfle

Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck hat sich "sehr froh" über die Pläne von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für mehr Familienfreundlichkeit in der Bundeswehr geäußert. "Wir beobachten schon lange, dass es unbedingt notwendig ist, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern", sagte der Militärbischof am Montag in Essen auf Anfrage. Er hoffe, dass man zu guten Ergebnissen komme, auch angesichts der besonderen Situation in der sich die Bundeswehr befinde.

Als Beispiele nannte der Essener Bischof die Sorgen jünger Väter und Mütter bei der Bundeswehr in der Phase der Familienbildung. Das betreffe etwa den Wunsch nach einer zeitlichen Begleitung der Kinder, einem guten Umfeld oder der Wahl von Kita und Schule. Hier sei gerade in den ersten Jahren ein Einsatz nahe dem Wohnort wünschenswert.

Ein wichtiges Feld bleibe die Begleitung der Soldaten bei Auslandseinsätzen und ebenso der in Deutschland verbleibenden Angehörigen. Zu den großen Anliegen der Militärseelsorge gehöre dabei die Unterstützung und Stärkung von Ehen, Familien und Partnerschaften. "Da geschieht schon einiges, was ich dankbar wahrnehme und was wir mit der katholischen und evangelischen Militärseelsorge unterstützen", so der Bischof. Allerdings sei die wachsende Mobilität auch eine zunehmende gesamtgesellschaftliche Herausforderung für viele Ehen und Familien.