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Bischof Mixa feiert mit 350 Soldaten den 40. Weltfriedenstag

Appell an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft: Armutsgefälle verringern!

Bischof Mixa (Mitte) wurde gemeinsam mit Vertretern der Bundeswehr von Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl im Goldenen Saal des Rathauses empfangen

Augsburg, 08.07.08 (IBA). Bischof Dr. Walter Mixa hat heute mit 350 Bundeswehrsoldaten und zahlreichen Gläubigen aus Augsburg den 40. Weltfriedenstag gefeiert. Der Weltfriedenstag 2008 steht unter dem Leitgedanken Papst Benedikts XVI. "Die Menschheitsfamilie - eine Gemeinschaft des Friedens". Im Anschluss an ein Pontifikalamt mit Bischof Mixa in der Basilika St. Ulrich und Afra empfing der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Dr. Kurt Gribl Bischof Mixa und die Soldaten im Goldenen Saal des Rathauses. Bischof Mixa äußerte sich auf die ihm häufig gestellte Frage von Soldaten nach der Nachhaltigkeit ihrer Einsätze im Ausland: "Unsere freiheitliche Demokratie gründet auf dem christlichen Menschenbild, für diese Grundordnung lohnt es sich daher einzustehen, wohl wissend, dass andere Länder nicht immer nach dem gleichen System organisiert sind. Ich appelliere überdies angesichts 12 Millionen Menschen, die jährlich an Hunger sterben, an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, das Gefälle zwischen armen und reichen Ländern der Erde zu verringern!" Oberstleutnant Uwe Bress hielt einen Festvortrag zur Friedensentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa.

In seiner Predigt zum Weltfriedenstag ging Bischof Mixa anlässlich der laufenden Ulrichswoche zu Ehren des Augsburger Bistumspatrons und Heiligen Ulrich von Augsburg auf die Verdienste des Heiligen Ulrich um den Bestand des Christentums in Augsburg und Europa ein: "Hätte der Heilige Ulrich 955 die Stadt Augsburg um ihrer christlichen Kultur willen nicht so mannhaft christlich gegen die räuberischen Heiden aus dem Osten befestigt, wären wir wahrscheinlich heute nicht hier und auch Europa hätte sich anders entwickelt. Lassen Sie als Soldaten sich also nicht einreden, die Kirche hätte damals einen Angriffskrieg geführt."

Ebenso wies der Bischof im Zusammenhang mit dem in diesem Juni von Papst Benedikt ausgerufenen Paulusjahr auf die erste und unermüdliche christliche Mission in Europa des Apostels Paulus von Tarsus hin: "Besonders wichtig für Paulus war der Zugang der Heiden zu Gott, der in seinem gekreuzigten und auferstandenen Sohn den Menschen das Heil anbietet. Deshalb widmete er sich selbst der Aufgabe, dieses Evangelium, wörtlich "die frohe Botschaft", zu verkünden, die dazu bestimmt ist, den Menschen mit Gott, mit sich selbst und mit den anderen zu versöhnen. Das Beispiel des Paulus sagt uns, auch wenn der respektvolle Umgang mit anderen Religionen für einen Christen eine Selbstverständlichkeit ist, ist es wichtig, dass wir den Glanz des Christentums nicht verleugnen und uns aktiv dazu bekennen, denn die Kultur Europas ist geprägt durch das christliche Menschenbild und geht unter, wenn wir feige sind", erklärte Bischof Mixa.

Konzelebrant des Pontifikalamtes war Monsignore Reinhold Bartmann, katholischer leitender Militärdekan des Militärdekanates München. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Heeresmusikchor Landsberg.

Bischöfliche Pressestelle Augsburg
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09.07.2008 09:40 Alter: 9 Jahre